Schießanlage

Umbau Sport-Schieß-Anlage Botnang:

Projektbeschreibung

Das NSG Projekt U.S.S.A.B - mehr als nur ein Schritt in die richtige Richtung.

Mit großer Zielstrebigkeit verfolgt die Neue Schützengesellschaft Stuttgart e.V. seit 1996 das Projekt U.S.S.A.B *, das bisher größte Bauvorhaben in der Vereinsgeschichte. Ziel ist, eine hochmoderne Schieß - Sportanlage unmittelbar vor den Toren der Stadt Stuttgart zu erstellen. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf ca. 1.300.000.-DM (Netto) Dem ganzen Projekt liegt dabei ein wichtiger Grundgedanke zugrunde. Die optimale Förderung des Schießsports bei maximaler Schonung der Umwelt und Umgebung durch integrierte Planung und frühzeitige Beauftragung von Fachingenieuren und Sachverständigen. Unter der Devise: „Erhalten, Verbessern, Umweltschutz ,Neu gestalten" sollen auf der seit 1908 bestehenden Anlage mittelfristig folgende Schießbahnen entstehen:

  • 5 Gewehr - Bahnen 100 m, auf 30 m Länge teilüberdeckt: Nutzung für Großkaliber und Vorderlader
  • 5 Gewehr - Bahnen 100 m, auf 6 m Länge teilüberdeckt: Nutzung für Kleinkaliber
  • 10 Gewehr - Bahnen 50 m, auf 6 m Länge teilüberdeckt: Nutzung für Vorderlader, Kleinkaliber, Freie Pistole
  • 10 Pistolen - Bahnen 25 m, auf 8 m Länge teilüberdeckt: Nutzung für Kleinkaliber und Vorderlader
  • 10 Pistolen - Bahnen 25 m, Raumschießanlage: Nutzung für Kleinkaliber und Großkaliber
  • 15 Luftdruckwaffen - Bahnen 10 m

Wie sieht das nun im Detail aus?

Erhalten:

So weit nur irgend möglich, wird die bestehende Anlage erhalten bleiben.
Die Ausrichtung der Schießbahnen bleibt unverändert bestehen. Alte Gebäudeteile die noch nutzbar sind, werden saniert und weiterhin genutzt.

Wo Veränderungen unumgänglich sind, z.B. bei Erdarbeiten an den Sicherheitswällen, wird die außerhalb der Schießbahn liegende Vegetation so weit wie möglich erhalten, Verluste werden durch standortgerechte Neuanpflanzungen ersetzt.

Verbessern:

Obwohl schon in den 50er Jahren nahezu optimal geplant und angelegt, erfordern die steigenden Ansprüche an einen erfolgreichen Trainingsbetrieb einige Verbesserungen.

  • Unabhängigkeit von Jahreszeiten und Witterung
  • Anpassung der Sicherheitsbauten an aktuelle Sicherheits- Richtlinien und Sportordnungen
  • Entlastung der Umwelt von vermeidbaren Schallemissionen und Schwermetallemissionen

Durch Umgestaltung der Schützenstände, welche weitgehend geschlossen werden, wird ein deutlich verbesserter Schutz vor der Witterung erzielt. Den wechselnden Lichtverhältnissen wird durch den Einbau einer Scheibenbeleuchtung entgegengewirkt.

Durch Ersatz der bestehenden Hochblenden und eine geringfügig veränderte Anordnung derselben im Gelände, Wiederauffüllung und Ausbau der Wallanlagen wird eine optimale, schießtechnische Sicherung der Umgebung erzielt.

Umweltschutz

Die Schützenstände und ein Teil der Schießbahn von vier 100 m Bahnen werden in einem 30 m langen Betontunnel eingeschlossen.

Die Schützenstände von zehn 25 m Bahnen, vier weiteren 100 m Bahnen sowie von acht 50 m Bahnen werden im ersten Bauabschnitt ebenfalls teilweise überdeckt.

Im zweiten Bauabschnitt wird der Bau einer Raumschießanlage dann 10 weitere 25 m Bahnen schaffen, welche ohne jegliche Lärmemission betrieben werden können.

Alle Baukörper erhalten akustisch abgestimmte, nicht brennbare, Auskleidungen aus hoch schallabsorbierenden Baustoffen. Neue Dachflächen werden extensiv begrünt.

Auf den Betrieb abgestimmte, geräuscharme Geschossfänge erlauben, neben minimaler Geräuschbelastung der Umwelt, eine optimale Aufnahme der Geschosse im Kugelfangbereich und ermöglichen so einen umweltneutralen Einschluss der entstehenden Geschosspartikel. Bodenbereiche mit (durch erfolgte Beprobung bekannten) grenzwertüberschreitenden Bodenbelastungen werden der Wiederverwendung mit gesichertem Einschluss im Bereich der Kugelfänge zugeführt oder sachgerecht entsorgt.

Die Gesamtheit dieser Maßnahmen wird zu einer erheblichen Umweltentlastung durch Schießstandsgeräusche und Schwermetallemission führen.

Neu gestalten:

Neben den technisch notwendigen Umbauten, sind weitere Maßnahmen für den Fortbestand der NSG Stuttgart e.V. von großer Wichtigkeit , welche in den vergangen Wochen in die Wege geleitet wurden.

  • Nachwuchsförderung durch feste Trainingstermine mit Betreuung
  • Mitgliedschaft im Verband der Schießstättenbetreiber
  • Angebot der Anlagennutzung an die Behörden der Stadt
  • Anlagennutzung durch Gebäude- und Personenschutzunternehmen
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Schießsportverbänden
  • Kontaktaufnahme zu Handel und Industrie
  • Durchführung von Lehrgängen für Schützen
  • Freizeitveranstaltungen für Gäste

Erstellt Februar 1998, ergänzt Januar 1999/Januar 2007

NSG Stuttgart e.V.

Schützenmeister Anlagen Golebiewski; Oberschützenmeister Böttger

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